QuickWins
Jeder Themenbereich enthält auch Quick Wins. Massnahmen, die mit wenig Aufwand sofort umsetzbar sind und trotzdem spürbare Wirkung haben. Ein idealer Einstieg.
Und genau diese möchten wir hier aufführen.
Die Matrix ist das Herzstück des EcoGuides: Sie macht auf einen Blick sichtbar, welche Massnahmen mit welchem Aufwand welchen ökologischen Impact haben. Damit dient sie als Einstiegspunkt und Planungswerkzeug, unabhängig davon, ob eine Organisation gerade erst beginnt oder bereits fortgeschritten ist.
Weitere umfangreichere Massnahmen und transformativere Prozesse sowie klare Beschriebe sind unter «Themen» aufgeführt.
- «Good Housekeeping»
- Wartungsverantwortung von Geräten und Infrastruktur definieren
- Abfallmanagement: Vermeiden, Trennen, Entsorgen
- Ausreichend, leicht zugängliche und klar bezeichnete Mülleimer für Mülltrennung an zentralen Orten zur Verfügung stellen und regelmässig leeren
- Genügend, gut sichtbare und leicht zugängliche Aschenbecher bereitstellen
- Ein Abfallkonzept für die Veranstaltung entwickeln und umsetzen
- Anreize für ÖV-Nutzung
- Kommunikation über umweltfreundliche Anreisemöglichkeiten früh und sichtbar platzieren
- Einfügen eines Direkt-Links zur SBB-App auf der Webseite
- Auflagen Printmaterial
- Nur notwendige Menge Printprodukte herstellen; unnötige Drucke vermeiden
- Banken, Finanzen & Versicherung
- Nachhaltigkeitskriterien in Budget- und Investitionsentscheide integrieren
- Bereitstellung einer Backline
- Detaillierte Liste mit vorhandenen Instrumenten/Technik/Materialien bereitstellen
- CO₂-Kompensation
- Emissionen zuerst messen, dann reduzieren. Kompensation kommt zuletzt
- Energieeffizienz & Strommonitoring
- Unbenutzte Geräte ausschalten (auch im Standby-Modus kann Strom verbraucht werden)
- Externe Nachhaltigkeitskommunikation
- Nicht nur Erfolge sondern auch Misserfolge kommunizieren. Was funktioniert noch nicht? Wo sind wir noch nicht so weit wie wir sein wollen?
- Herkunft Merchandising-Produkte
- Nur Merchandising-Produkte herstellen, die nicht zu Littering führen (keine Give-Aways anbieten)
- Verwendung von Bio-Baumwolle oder recycelten, secondhand Materialien (z.B. eigener Siebdruck auf Textilien aus der Brockenstube)
- Nachhaltige / Energieeffiziente Beleuchtung
- Beleuchtung nur dort und dann einschalten, wo notwendig
- Einsatz von energiesparenden LED-Lampen (anstatt Halogen & Glühlampen)
- Nachhaltige / Energieeffiziente Heizungssysteme
- Vermeidung von Heizpilzen / Standheizungen
- Neuanschaffungen – Qualität, Langlebigkeit, Effizienz
- Nachhaltigkeitskriterien in Beschaffungsprozesse integrieren und interne Richtlinien für Qualität und Langlebigkeit verhandeln und festlegen
- Lebenszykluskosten anstelle des Anschaffungspreises bewerten: Wie lange bleibt ein Produkt halt-, nutzbar und à jour im Verhältnis zu den Kosten
- Öffnungs- und Veranstaltungszeiten – ÖV
- Informationen zu öffentlichen Verkehrsverbindungen (Fahrpläne, Haltestellen in der Nähe) in der Kommunikation rund um die Veranstaltung mitplanen
- Ökologische Verpflegung | Vegi, vegan, regional, saisonal
- Kontinuierliche Umstellung auf vegane oder vegetarische Verpflegung
- Vegane oder vegetarische Option als Standard bzw. Hauptgericht erster Wahl festlegen; Positionierung von nachhaltigeren Essensangeboten und Produkten präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging»)
- Vegane oder vegetarische Optionen preisgünstiger anbieten als Fleischgerichte
- Bei externen Gastronom*innen vegetarische/vegane Menüs als verpflichtende Bedingung vertraglich regeln
- Ökologisches Getränkeangebot
- Trinkwasser oder Wasserspender gratis zur Verfügung stellen
- Kollaboration mit lokalen, regionalen Getränkelieferant*innen und -produzent*innen
- Positionierung von nachhaltigen Getränken präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging»)
- Reduktion von Autoanreisen
- Förderung von Fahrgemeinschaften durch Hinweise auf bestehende Plattformen und Apps
- Reduzierte Attraktivität der Autoanreise
- Einführen einer Parkgebühr
- Reduktion von Flugreisen
- Internationale Acts bevorzugt buchen, wenn sie bereits auf dem europäischen Festland touren
- Reduktion von Verpackungsmaterial
- Einzelverpackungen vermeiden, grosse Verpackungseinheiten bevorzugen
- Sanitäranlagen
- Bei der Reinigung auf ökologisch abbaubare Putzmittel setzen sowie Überdosierung vermeiden (z.B. mit Hilfe von Dosiersystemen)
- Verwendung von Komposttoiletten
- Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistenden bei der Organisation von Sanitäranlagen, um Transportwege zu reduzieren
- Strom – Ökostrom
- Wechsel zu Stromanbieter*in, der*die 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energien liefert
- Umgang mit Wasser
- Nur kaltes Wasser bei Sanitäranlagen verwenden
- Verhinderung von Foodwaste
- Aktives Nachfragen bei Produzent*innen, ob aussortiertes Gemüse, welches nicht der Norm entspricht, bei ihnen bezogen werden kann
- Vorsicht bei der Lagerung von Lebensmitteln, damit sich diese länger halten
- Ein strukturiertes Lager und Inventarisierung mit klarem FIFO-Prinzip (First In First Out) verhilft der Übersicht, welche Lebensmittel bald verwertet werden sollten
- Portionengrössen anpassen -> kleinere Mengen servieren und Möglichkeit zum Nachschöpfen bieten
- Fallen Überschüsse an, können diese kreativ in die Menüplanung integriert werden. Ein offen gehaltener Menübeschrieb lässt Spielraum für die kurzfristige Nutzung von überschüssigen Lebensmitteln zu
- Wiederverwendung von Material
- Einkauf von Verbrauchsmaterialien bei Materialmärkten für Gebraucht- und Restmaterialien
- Auf angemessenes Lagern von Material achten, um Beschädigung vorzubeugen. Zustände regelmässig prüfen und nach Bedarf reparieren (siehe «Good Housekeeping»)
- Publikum für Problematik von zurückgelassenem Material (insb. Zelte) sensibilisieren
- Zeltplatzpfand erheben