Ökologische Verpflegung | Vegi, vegan, regional, saisonal

Warum ?

Essen und Getränke (siehe Ökologisches Getränkeangebot) haben einen erheblichen Einfluss auf die Emissionen einer Veranstaltung. Es gilt: Der Inhalt macht den grössten Teil der Umweltauswirkungen aus – und nicht die Verpackung oder der Transport (abgesehen von Flugware). Besonders Menüs mit Fleisch fallen hierbei ins Gewicht.

Die Umstellung auf vegetarische und vegane Lebensmittelangebote an Essensständen bzw. im Catering reduziert CO₂-Emissionen deutlich und spart Ressourcen. Bereits eine schrittweise Anpassung des Caterings, etwa durch vegane Hauptgerichte, wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus. Grundsätzlich gilt: Je regionaler, saisonaler und pflanzlicher ein Menü, desto geringer die Emissionen. Vegan ist nicht automatisch besser als Vegi, aber beides ist im Vergleich zu Fleisch – insbesondere Rindfleisch – fast immer emissionsarmer. Regionale und saisonale Zutaten stärken zudem die lokale Wertschöpfung.

Wirkung Hoch
Aufwand Tief

Quick-Win-Massnahmen

  • Kontinuierliche Umstellung auf vegane oder vegetarische Verpflegung

    • Vegane oder vegetarische Option als Standard bzw. Hauptgericht erster Wahl festlegen; Positionierung von nachhaltigeren Essensangeboten und Produkten präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging»)

    • Vegane oder vegetarische Optionen preisgünstiger anbieten als Fleischgerichte

  • Bei externen Gastronom*innen vegetarische/vegane Menüs als verpflichtende Bedingung vertraglich regeln

  • Überlegen und erfassen, welche Verpflegung wo und für wen angeboten wird: Backstage-/ Künstler*innen-Verpflegung, Publikumsverpflegung (Essensstände usw.), Personalverpflegung, Branchen- oder Partner*innen-Apéros usw.

  • Menüplanung mit regionalen, saisonalen Zutaten

    • Kontaktaufnahme mit lokalen Produzent*innen: wie produzieren sie und wie funktionieren sie. Wochenmärkte eignen sich dafür besonders gut

  • Fokus bei landwirtschaftlichen Produkten auf umweltschonende Produktion (z.B. Biolandbau)

  • Kontinuierliche Umstellung auf vegane oder vegetarische Verpflegung

    • Vegane oder vegetarische Option als Standard bzw. Hauptgericht erster Wahl festlegen; Positionierung von nachhaltigeren Essensangeboten und Produkten präsent und gut sichtbar auf der Karte («Nudging»)

    • Vegane oder vegetarische Optionen preisgünstiger anbieten als Fleischgerichte

    • Falls Lebensmittel tierischen Ursprungs angeboten werden, so erfüllen diese die strengstmöglichen Kriterien zur Tierhaltung; diese werden durch entsprechende Siegel zertifiziert

    • Adaptation von bisher beliebten Gerichten, indem einzelne Komponenten ausgetauscht werden (z.B. veganes Hack anstelle Rindshack).

  • Bei externen Gastronom*innen vegetarische/vegane Menüs als verpflichtende Bedingung vertraglich regeln

  • Erstellung eines «Green Riders» – d.h. Nachhaltigkeitsanforderungen im Haus-Rider für Artists (z.B. keine Erdbeeren im Winter, veganes Catering, kein Einwegplastik, ÖV-Anreise).

  • Ausweis des klimafreundlichsten Gerichts pro Gastro-Stand

  • Kooperation mit spezialisierten Caterer*innen

Hier kann man sich etwas abschauen

Das Winterthurer PETZI-Clubmitglied Salzhaus hats vorgemacht: Nach dem Verfassen eines Nachhaltigkeitsleitbildes und der Durchführung einer Nachhaltigkeits- sowie einer Energieanalyse hat es mehrere Massnahmen getroffen, um seine CO₂-Emissionen zu reduzieren. Eines seiner zentralen Handlungsfelder umfasst Lebensmittel.

Erfahrt mehr und lasst euch inspirieren

Glossar

Nudging

Eine sanfte Motivationstechnik, bei der die Entscheidungen von Personen auf eine gewünschte Option (wie beispielsweise ein vegetarisches Gericht) gelenkt werden, ohne dass diese ihnen aufgezwungen wird.